episoden

Episode 1
Titel: Erwacht
Autor: Amadare

Sechs Tage nachdem der rote Regen fiel...

Naomi schlenderte durch die Straßen, gekonnt ignorierte sie einen lästigen, weiblichen Geist, der ihr etwas über ihr vergangenes Leben vorjammerte.
"Und wäre dieses Auto nicht gekommen... dann...." Naomi bog in eine Straße ein, es war tiefste Nacht. "Naomi, da verfolgt uns jemand." Sagte der Geist ruhig. Blitzschnell drehte sie sich um. Ein Mädchen mit rotschwarzen Haaren stand ihr gegenüber.

Kouki irrte durch das Krankenhaus, suchte dieses Mädchen mit den rotschwarzen Haaren. Samantha hieß sie doch.
Ihre Wunden werden sie umbringen! dachte er fieberhaft und suchte weiter nach ihr, er musste sie heilen bevor es zu spät wäre...

Amadare reckte sich. Gerade eben waren hier noch Kouki und Samantha gewesen, beide schienen wie vom Erdboden verschluckt. Sie stand auf und ging auf die Toilette, nach vollbrachter Tat sah sie in den Spiegel und stellte erschrocken fest, dass ihre Haare nicht mehr brünett sondern blond und viel länger als sonst waren. Erschrocken stolperte sie zurück.

"Na-Naomi heißt du doch, oder?"
"Woher weißt du das?!" Zischte Naomi gereizt.
"Ich..." Samanthas Blick fiel auf die furchtbaren Brandwunden, die Naomis Körper überall übersäten. Langsam schob sie sich ihren Ärmel hoch und zeigte Naomi ihre eigenen.
"Du hast den roten Regen auch erlebt..." meinte Naomi mehr zu sich selbst.
"Ja, dieses Mädchen hat mich zu dir geführt." Erst jetzt bemerkte Naomi ein kleineres Mädchen mit grauen Haaren und bernsteinfarbenen Augen.
"Kuro." Sagte diese kurz, war wohl ihr Name.
"Wir haben seltsame Fähigkeiten, es gibt noch andere." Erklärte Samantha schnell, sie wirkte ein wenig verzweifelt.
"Die.. Die Anderen?" Naomi holte tief Luft. "Führ mich zu ihnen." Samantha schüttelte langsam den Kopf.
"Erst müssen wir Logan holen."

"Ich geh dann mal!" Rief Logan laut.
"Wieso denn?" Fragte seine Schwester enttäuscht. "Wir haben doch gerade erst zu frühstücken begonnen."
"Hab keinen Hunger."
"Und wohin willst du?"
"Zur Schule..." Meinte er, dann schlug er die Tür zu.
"Aber... heute ist doch Sonntag?"
Logan stand der Schweiß auf der Stirn. Es geschahen Merkwürdige Dinge, gedankenlos schlenderte er durch die Straßen. Er musste irgendwo hin, bloß weg von seiner Schwester.
Seine Brust hob und senkte sich nicht mehr, er hatte ganz einfach zu atmen aufgehört.
"Logan?" Fragte eine Mädchenstimme, jemand fasste ihn an der Schulter.
"NICHT!" Schrie er, er wollte nicht, dass sie aufhörte zu atmen. Wer auch immer sie war.
Zu seinen erstaunen stellte er fest, dass sie noch atmete.
"Ich bin Kuro." flüsterte eine leise Stimme, kaum hörbar. "Der rote Regen hat dich auserkoren."
"Auserkoren? Was... was soll das alles hier?"
"Du hast diese Fähigkeiten nicht ohne Grund bekommen!" Logan sah irritiert auf und blickte in zwei graue Augen. Das Mädchen, welches vorher gesprochen hatte mit den schwarzroten Haaren. Sein Blick fiel auf ein weiteres Mädchen, mit kalten, arroganten Auftreten.
"Das ist Naomi." Fuhr das Mädchen fort. "Ich bin Samantha." Sie berührte sein Gesicht und ... konnte atmen!
Kuro bemerkte seinen überraschten Blick. "Leute die mit den roten Regen in Berührung gekommen sind, sind immun gegen deine Fähigkeiten." Die leise, rauchige Stimme passte so gar nicht zu den jungen Mädchen. "Lass uns gehen."

"Samantha!" Rief Kouki als er sie entdeckte und umarmte sie. Sie spürte ein leichtes kribbeln und stellte verwundert fest, dass ihre Wunden geheilt waren.
"Was zum...?"
"Warum funktionieren seine Fähigkeiten?" Fragte Logan Kuro.
"Sie sind dafür ausgerichtet, jeden heilen zu können. Deine nur für den Feind."
"Aber meine Schwester..."
"Ab jetzt" Kuros Stimme schwoll bedrohlich an. "ist jeder dein Feind! Bis auf die restlichen vom roten Regen berührten und mich." Logan stand versteinert da, die anderen bemerkten davon nichts.
"SAM!" Kreischte ein Mädchen mit blonden Haaren. "ICH BIN AUF EINMAL ... DAS DA!" Samantha erkannte Amadares Stimme.
"Ama..dare?"
"Ja, ja... ich kann nicht mehr in meine alte Gestalt." Kuro warf ihr einen verächtlichen Blick zu, schlürfte zu ihr und hauchte ihr Worte ins Ohr, die nur Amadare verstand. Sie nickte und kehrte in ihre ursprüngliche Gestalt zurück.

Nachdem alle zusammengefunden hatten, stellten sie sich erst mal alle vor.
"Ich bin Kuro. Ich werde euch auf eurer Reise leiten."
"R-Reise?" Fragte Logan unsicher, Maya vor Augen.
"Reise." Bestätigte Kuro. Stille breitete sich aus, Samantha brach sie.
"Ich bin Samantha. Meine Fähigkeit ist es, meine Körperteile in Waffen zu transformieren."
"Ich bin Amadare. Ich kann... verschiedene Gestalten annehmen..."
"Hey, ich bin Kouki, ich kann heilen." Als Einziger war er außerordentlich gut gelaunt. Amadare schenkte ihm dennoch ein müdes Lächeln.
"Mein Name ist Logan, ich muss nicht atmen um zu überleben und außerdem kann ich bei Berührung von ... 'Feinden' " Er warf einen Blick zu Kuro, die ihn grimmig musterte. "sie unfähig machen zu atmen."
Der Blick fiel auf Naomi, die sofort durch ihre Augenringe auffiel und noch kein Wort gesagt hatte.
"Ich komm mir vor wie in diesen Drogenentziehungskliniken: 'Hey, ich bin Naomi!' 'Hi Naomi!' Ach egal, ich kann Geister sehen."
"Heeeeeeey, sei nicht immer so griesgrämig!" Kouki stieß sie freundschaftlich an, ein angenehmes Gefühl stieg durch Naomis Glieder und die Müdigkeit schien abzunehmen.
"Gut, nun erzähle ich euch alles." Flüsterte Kuro, wie immer und sie mussten näher heran rücken um sie zu verstehen. "Es beginnt mit..."

Comment: Und hier endet die 1. Episode :D ich hab einen Tag für die gebraucht und aufgrund der Hitze ist sie bestimmt voll dämlich xD [ich hab immer wieder Pausen gemacht..]

 

Episode 2
Titel:
Das Amulett
Autor: Amadare

Er lief, schneller, schneller... bis seine Beine nachgeben würden... doch es ging ihm gut, der kühle geschliffene Stein des Amulettes ruhte angenehm an seiner Brust. Weiter, weiter... Er konnte keinen anderen Gedanken mehr fassen, sein Kopf wahr leer, an seiner Hand triefte eine Wunde. Weiter... weiter... Er keuchte, er hörte schon lange nicht mehr die Wachen, aber rannte er weiter. Weiter ... er sank auf die Knie, wäre er bei normalen Verstand gewesen hätte er jetzt die Wunde mit Stoff verbunden, aber er konnte nicht mehr denken.
Eine wohlige Schwärze hüllte ihn ein.

"Vor tausenden Jahren entdeckte man ein Amulett, es hatte zwei Seiten: Es konnte Tod bringen und gleichzeitig..." Kuro hob die Spannung indem sie Kouki musterte. "Leben bringen, etwas was für einen Heiler unmöglich ist." Kouki senkte den Kopf ein wenig, als ob es seine Schuld wäre. "Man dachte, es sei zerstört da seine Kräfte verheerend sein können. Aber vor kurzen ist ein Mann, ein Jugendlicher gesichtet worden, der dieses Amulett bei sich trug."
"Und was hat das mit uns zu tun?" Platzte es aus Amadare.
"Ihr seid die Auserwählten, die vom Regen gezeichneten...! Ihr seid die, die das Schicksal bestimmen werden!"
"Zum guten?" Fragte Samantha leise, eine unangenehme Stille breitete sich aus.
"Gut, böse... was heißt das schon, egal in welchen Händen dieser Gegenstand landet, er wird immer zum falschen benutzt werden."
"In welchem Land wurde er gesichtet?" Logan warf einen kurzen Blick zu Amadare, sie faszinierte ihn.. irgendwie.
"Land?" Kuro lachte leise, ihr Lachen klang grauenhaft, wie eine kreischende Säge. "Er wurde in einer anderen Dimension gesichtet..."
"Ich kann Maya nicht alleine lassen!" Auch die anderen, dachten an ihre Angehörigen.
"In so einer Zeit lohnt es nicht, egoistisch zu sein." Kuro seufzte. "Wenn dieses Königreich das Amulett in die Finger bekommt, werden alle eure Freunde und Verwandten getötet oder ihrer Freiheit bestohlen."
"Wir machen das." Sagte Amadare, die als Einzige 'niemanden' hatte. Ihre Eltern kannte sie nicht, sie hatte keine Freunde...
"Du.. du hast nichts zu verlieren, oder?" Meinte Kouki an Amadare gewandt.
"Ich bin nicht besonders beliebt, ich bin anders." Naomi drehte ihren Kopf weg, sie kannte es gut anders zu sein.
"Wir machen das." Wiederholte Amadare. "Kuro hat völlig Recht, sie werden nicht mehr in Freiheit leben oder sogar sterben!" Samantha nickte sanft.
"Dann machen wir uns auf den Weg," sagte Kuro, die anderen folgten ihr widerstrebend ins Ungewisse. Sie marschierten durch einen naheliegenden Wald, zielstrebig führte Kuro sie. Niemand sagte etwas, manchmal wurden Blicke ausgetauscht. Sie hielten an einer Lichtung, Kuro zeigte ohne Worte gerade aus, wo sie eine violett schimmernde Flüssigkeit sahen. "Das ist ein Dimensionstor." Amadare griff neugierig in die Flüssigkeit, es fühlte sich wie Pudding an.
Verstohlen warf Kouki einen Blick zu Naomi, die immer etwas abseits ging und sich fast nie an Gesprächen beteiligte. "Hey," flüsterte er ihr zu "warum redest du so wenig?"
"Ich hab genug damit zu tun, mit den Toten zu diskutieren, das reicht mir." Meinte sie schnippisch.
"Du hast gar keinen Einwand gehabt, als Kuro davon erzählte, die Familien zu verlassen." Sie schwieg. "Außerdem" fuhr er fort "hast du ganz schlimme Augenringe, schläfst du zu wenig?"
"Allerdings, wenn man von Träumen über Verstorbene geplagt wird ist das nicht so einfach."
"Wir möchten dir helfen..." Naomi blickte ihn starr an, dann lächelte sie ihn müde an.
"Du fühlst dich nur wohl, wenn die anderen glücklich sind, oder?"
"Das Glück anderer ist mein Glück."

Kuro rief sie zu sich, dann erklärte sie, man müsse einfach hineinspringen, oder sich hinein gleiten lassen - völlig egal. Sie behielt ihre ausdruckslose Miene, als sie ohne Vorwarnung Samantha in das scheinbar tiefe Loch hineinschubste. Und tatsächlich fiel sie, sie hatte die Augen geschlossen, durch ihre Lider drang trotzdem das Licht, das ständig zu- und abnahm.
Sie landete unsanft auf dem Hinterteil.
Als sie die Augen öffnete waren die anderen bereits da.

Episode 3
Titel:
Die Vision
Autor: Amadare

"Ich freue mich, ihnen mitteilen zu dürfen, dass unsere Kollegin Hikari nun die Thronfolgerin sein wird."
"Was ist mit Kanashii?"
"Sie entsprach nicht unseren Vorstellungen."
"Kanashii..."


Masahi erwachte, er hatte die Auserwählten ganz deutlich vor sich gesehen und ein grauhaariges Mädchen, welches er nicht zuordnen konnte. Wer war sie? Ein Feind?
Nach Visionen fühlte er sich immer furchtbar ungelenkig, er richtete sich langsam auf. Sollte er die Auserwählten suchen? Er wusste ja nicht mal, auf welcher Seite sie stand, man weiß nur dass sie das Schicksal verändern würden , keiner weiß ob zum guten oder zum bösen. Nein, er durfte sie nicht aufsuchen. Das Risiko wäre viel zu groß.
"Kanashii..." Murmelte er. "Hilf mir."

"Also, ich hätte mir dieses Königreich... ein wenig anders vorgestellt." Begann Amadare zögernd, als die anderen stumm das rege Stadtleben betrachteten. Sie hatten eine zurückgebliebene Landschaft erwartet, Ritter, Prinzessinnen... Aber hier schien alles wie in Japan, wenn nicht noch modernisierter.
"Es ist eine Monarchie..." räumte Kuro ein. "Das heißt aber nicht gleich, dass Ritter auf ihren Pferden herum springen." Der Hauch von Sarkasmus in Kuros Stimme ließ alle, außer Naomi, die Brauen heben. Kuro schien dies sehr peinlich zu sein, sie sah krampfhaft in eine andere Richtung.
"Na ja.. und jetzt?" Fragte Kouki vorsichtig.
"Wir müssen uns unter die Leute mischen, Informationen finden, wer der Dieb war und so weiter." Hinter ihnen lag ein großer Wald - vor ihnen eine enorme Stadt - aber ganz ohne Reklame. "Hier regiert der König und das tut er wirklich. Sämtliche Firmen werden vom Königshaus geleitet - frag mich nicht, wie die das anstellen, darum gibt es keine Werbung."
"Und was kann man dann noch arbeiten?" Fragte Kouki ratlos.
"Der Chef ist der König - die Arbeiter sind die Bürger. Das Königshaus stinkt vor Geld. Und wenn die Bewohner aufsässig werden, streicht er einfach die ganzen Firmen - daraus folgt: Keine Lebensmittel, keine Elektronik, kein Öl..."
"Alle sind von ihm abhängig, wie raffiniert." Überlegte Logan laut. "Und die Arbeitsplätze würden auch schwinden."
"Aber wir sind anders, nicht abhängig." Erwiderte die grauhaarige. Naomi schwieg.
"Könnte es sein, dass er wegen uns die Bürger leiden lässt?" Alle blickten starr Naomi an, Kuro räusperte sich.
"Um die Dimensionen, die Erde und alle zu beschützen müssen wir gewisse Risiken eingehen..."
"Das ist doch krank, wenn wir so viele Leben aufs Spiel setzen sind nach unserem Sieg sowieso keine mehr übrig."
"Dann haben wir es wenigstens versucht!" Herrschte Kuro Naomi an.
"Streit bringt uns kein Stück weiter..." Versuchte Kouki die Unstimmigkeiten zu schlichten. "Wir sollten uns besser überlegen, wie wir vor gehen..."
"Sie kennen euer Gesicht nicht - noch nicht... solange könnt ihr euch unter die Menschen mischen."
"Du nicht?" Fragte die rotschwarzhaarige unsicher.
"Das Risiko ist zu groß, dass mich jemand erkennt. Immerhin werde ich auf Hochverrat gesucht." Sie seufzte. "Ich werde bei Freunden warten, wir treffen uns hier um Punkt acht wieder, gut, habt ihr Uhren mit?" Logan zeigte ihre Armbanduhr, die anderen schüttelten peinlich berührt den Kopf. Ein Seufzen seitens Kuro. "Dann haltet euch an Logan... Ach ja... und du..." Sie richtete sich an Amadare. "Du wirst deine Gestalt ändern, wenn sie dich schon womöglich erkennen, dann in falscher Gestalt." Amadare nickte kurz, ihre Haare wurden kurz, verschwanden ganz und sie erhielt eine Glatze, ihr Köper wurde männlich.
"Seht ihr? Ich kann mich sogar in einen Mann verwandeln!" Freute sie sich glücklich, ihre Stimme klang männlich.
"Ich glaube nicht, dass das optimal ist..." Meinte Samantha zögernd und deutete auf Amadares Kleidung, die aus Rock und Bluse bestand. "Das wirkt ... auffällig..." Die braunhaarige Amadare änderte ihre Gestalt wieder in das blondhaarige Mädchen, dass auch ihre erste Gestalt gewesen war.
"Wer ist sie?" Fragte Logan kühl. Amadare zuckte mit den Schultern.
"Ich träume oft von ihr," gab sie zu. "aber es muss wohl mit meiner Vergangenheit zurückliegen."
"Richtig, du hast ja Amnesie." Erinnerte sich Naomi kurz. "Muss hart sein." In ihrer gleichgültigen Stimme klang es nicht wirklich bemitleidend, aber immerhin... so was von Naomi zu hören musste schon was besonderes sein, vielleicht sogar auf Zuneigung basierend.
"Ich finde es schön, dass ihr mich deswegen nicht anders behandelt." Stellte Amadare erleichtert fest, ihr Blick ruhte auf Logan, der so wenig sprach und wenn, dann waren seine Sätze immer so schön formuliert wie eine Nachtigall im Mondschein. Ob er seine Schwester wohl sehr vermisst? Es stimmte, sie hatte niemanden, sie konnte nicht wissen, wie es ist seine Geliebten Menschen zu verlassen - dennoch.. fuhr sie in Gedanken fort, dennoch war es wichtiger sie zu beschützen, da gab sie Kuro recht.

Masahi träumte, von einer erwachsenen Schönheit.
"Kanashii..." Murmelte er im Traum, es war keine Vision, er konnte dies unterscheiden. "Endlich sind wir vereint." Die Schönheit lächelte ihn an, ihr Gesicht blieb im dunkeln.
"Wir werden eine neue Monarchie aufbauen, eine voller Recht und ohne böses!" Sagte sie, strich ihm durchs Haar. Naiv wie er war, dachte er, dass der gute Wille reichte um eine 'reine' Nation aufrecht zu erhalten.
"Ich liebe dich..." hauchte er, ihr Lächeln erstarb, dann verschwand sie, an ihrer Stelle erschien Hikari, seine ehemalige Arbeitskollegin. Ihre blonden Haare begannen ihn zu würgen.
"DAS HALTE ICH VOM RECHT!" Schrie sie laut lachend und ihre Haare drückten fester zu, zugegeben, dieser Traum war ein wenig abwegig, aber im Moment erschien Masahi dieser Traum so real, dass er, als er aufwachte, fluchend eine nasse Hose feststellte.
Er suchte nach einem Fluss, zum Glück waren die Temperaturen sommerlich, es war nicht schlimm, eine nasse Hose zu besitzen.

"Gibt es hier Gasthäuser?"
"Wenn, dann werden sie wohl vom König kontrolliert." Stellte Naomi trocken auf Samanthas Frage hin fest.
"Ich denke, in Gasthäusern könnten wir eher was herausfinden..."
"Jap, das glaube ich auch." Koukis Laune hatte sich gehoben, immerhin war im Moment niemand in Gefahr, es gab auch keine Eile, außer die bösen fanden den Dieb zuerst, aber auf ein so negatives Gebiet ließen sich Koukis Gedanken nicht herab, er blieb immer positiv, er war ein Idealist. Ganz im Gegenteil zu Naomi, die ein Realist war, murrend stellte sie fest: "Die bösen haben als Könige viel mehr Mittel als wir, wir haben kaum Chancen."
"Aber sie sind nicht die Auserwählten!" Koukis Laune blieb im reinen, man konnte sie nicht so leicht senken.
"Diese gute Laune kann einen echt auf die Nerven gehen, kann man die mit irgendwas abdrehen?" In Koukis Inneren blitze kurz das Bild seiner Mutter auf, er verwarf es wieder.
"Nein, kann man nicht."
"Nicht einfach wenn zwei so unterschiedliche Persönlichkeiten aufeinder treffen..." Flüsterte Amadare Logan zu, er sah sie überrascht an. Sie hatte ihn angesprochen...
"Ja und ich erwähne bewusst im Zusammenhang auf die beiden jetzt nicht das kleine Sätzchen: 'Was sich liebt dass neckt sich' da es nicht zutrifft." Er lächelte sanft, Amadare erwiderte es strahlend, sie wollte ihn schon die ganze Zeit ein Lächeln entlocken.
Samantha ging etwas abseits, sie wollte lieber etwas für sich alleine sein. Dieses Messer anstatt einer Hand bereitete ihr doch irgendwie Angst- vor allem da hier in Amayádori ihre Kräfte ums zehnfache stärker zu sein schienen. Zwei Männer gingen an ihr vorbei, einer hatte eine so kräftige Stimme dass man sie schon aus 100 Meter Entfernung hören musste.
"...angestellt bei uns war, ich verstehe nicht warum er es gestohlen hat."
"Er war immer ein sehr pflichtbewusster Polizist." Erwiderte der größere, aber mit längeren Haaren und hellerer Stimme. "Ich weiß aber, warum er das Amulett gestohlen hat."
"Wieso?"
"Er liebt diese Kanashii, als sie nicht mehr die Thronerbin war, wurde er ganz wild... sollte wohl ein rebellischer Akt gewesen sein." Samantha verstand sofort, sie hatte eine gute Auffassungsgabe, die sich hier bezahlt machte.
"Ganz unter uns: Wo ist er?" Fragte wieder der mit der tieferen Stimme.
"Ich weiß es nicht..." antwortete der langhaarige, Samantha bemerkte aber dass sein Blick unmerklich zur Seite rutschte. Er log!
"Na gut, Hyousure Takamaki, schönen Tag noch." Meinte der Kleinere distanziert.
"Schönen Tag noch, Chef." Erwiderte Hyousure.
Samantha konnte das kaum glauben! Seit drei Minuten hier und schon hatte sie die erste Spur und jetzt musste sie nur noch diesen Hyousure einfangen...
Moment... er war weg... Und Amadare, Kouki, Naomi und Logan auch! Sie... Sie hatten mich gar nicht mehr wahrgenommen... begriff sie benommen. Na toll... dachte sie und kickte lustlos einen Stein zur Seite und suchte die anderen.
Konnte der Tag noch schlimmer werden?